Es war ein Sommeranfang im Juni 2016. In uns brannte die Energie und die Sehnsucht, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. So entstand die Idee für Preezo Pizza.
Unser Versprechen war von Anfang an einfach: Wir wollten euch etwas Leckeres auftischen, das sich jeder leisten kann. Daher auch unser Name: „Preezo“, abgeleitet vom italienischen „Prezzo“ – für preiswert.
Die folgenden Jahre waren erfüllt von einer unbeschwerten Leichtigkeit. Von Anfang an waren viele Studenten der ehemaligen FH Lübeck jetzt TH Lübeck und Uni Lübeck unsere treuen Gäste. Eines Tages baten sie uns, Witze auf ihre Pizzakartons zu schreiben. Die Idee begeisterte uns sofort! Manche Sprüche bescherten uns im Betrieb selbst richtige Lachattacken – Erinnerungen, die wir nie vergessen werden. 😁
Die Treue unserer Kunden berührte uns zutiefst. Wir erinnern uns an eine Bestellung, die morgens aus Oslo aufgegeben wurde und die erst am Abend abgeholt werden sollte. Zunächst dachten wir an einen Scherz, aber wir beschlossen, einfach auf das Gute zu vertrauen – und backten die Pizzen pünktlich. Es war einer von vielen Momenten, die uns zeigten, welche besondere Verbindung hier entstand.
Doch es gab auch herausfordernde Momente. Mitten im Winter fiel einmal die Heizung aus und wir froren erbärmlich. Die Situation wurde noch surrealer, als mich ein Mitarbeiter informierte, der Kühlraum sei kaputt – es sei drinnen viel zu warm. Ich eilte sofort hin, um das Thermometer zu überprüfen: Es zeigte 3° Celsius. In diesem Moment wurde uns allen klar: Es war in unserem Preezo-Lädchen tatsächlich kälter als im Kühlschrank! Diese gemeinsamen, skurrilen Erlebnisse schweißten uns zusammen.
Rückblickend waren es eine wunderschöne, lustige und auch sehr anstrengende Zeit. Die größten Stürme zogen mit der COVID-19-Pandemie ab 2019 auf. Plötzlich standen wir einer unsichtbaren Bedrohung gegenüber, sorgten uns um unsere Gesundheit und die Zukunft unseres kleinen Traums. Wir entwickelten neue Abläufe, um alle zu schützen. In dieser schweren Zeit haben wir unsere Kunden nicht im Stich gelassen – und ihr uns nicht! Das gab uns unendlich viel Kraft.
Kaum hatten wir die Pandemie gemeistert, klopfte die nächste Krise an die Tür: der Ukraine-Krieg. Die Preise für Mehl, Öl, Käse und fast alles andere explodierten. Wir rangen mit uns. Sollten wir die Preise erhöhen? Unser Name war doch ein Versprechen! Letztlich mussten wir die Preise leicht anpassen, oft deckten sie kaum noch die Kosten. Aber wir wussten: Es ging nicht nur uns so, sondern vielen von euch ebenso.
Nun, nach etwa 10 Jahren und rund 5 Millionen gefahrenen Kilometern sind wir auf unserer Reise durch Raum und Zeit am Ende angekommen. Gleichzeitig hat das Leben ein neues, wundervolles Kapitel für uns aufgeschlagen: die Geburt unserer Tochter. Wir haben uns daher entschieden, unsere Zeit und Energie nun voll und ganz unserem kleinen Mädchen zu widmen.
Wir blicken auf ein Jahrzehnt voller Geschichten zurück. Von Herzen danken wir euch für jedes Lachen, jedes Vertrauen und jede gemeinsame Pizza. Ihr habt uns zu dem gemacht, was wir sind.